Deutschland ein beliebtes Reiseland

Die deutschen Hotels sind auf einem Höhenflug, was die die Übernachtungszahlen angeht. Noch nie kamen so viele Touristen nach Deutschland und sorgte damit auch für so hohe Umsätze. Insgesamt zählte das Statistische Bundesamt im Jahr 2017 über 459 Millionen Übernachtungen.

Das ist wiederum eine Steigerung vom drei Prozent. Das außergewöhnliche Wachstum hält damit auch im achten Jahr in Folge noch an.

Einen immer größer werdenden Einfluss haben die Übernachtungen aus dem Ausland. Hier muss zwischen Geschäftsreisenden und Urlauber unterschieden werden. Deutschland hat sich mittlerweile auch einen Namen als Kongress- und Tagungsort gemacht, vor allem auch wegen seiner verkehrsgünstigen Lage. Gerade für internationale Konferenzen liegt das Land in der Mitte und bietet so für fast alle die gleichen Anreisewege.

Bayern vorne bei Übernachtungen

Nach wie vor macht das Gros der Übernachtungen aber das Inland aus. Die Deutschen sind nach wie vor Reiseweltmeister im eigenen Land. So waren im Jahr 2013 von den 85,4 Millionen Übernachtungen in Bayern 68,2 von Gästen aus Deutschland gemacht worden, und nur 5,4 Millionen von Urlauber aus Europa. Baden-Württemberg ist auf Platz zwei, was die Übernachtungen angeht, mit 37 Millionen aus dem Inland und 7 Millionen aus dem Ausland. Das Verhältnis hat sich kaum geändert.

Die besonders kaufkräftigen Touristen sind dabei immer noch die Amerikaner, die gerne auch Flusskreuzfahrten buchen, die Araber, die vor allem zum Einkaufen kommen und ins Krankenhaus gehen und neuerdings auch die Chinesen. Diese kommen zwar auch in Billig-Gruppen, geben aber bei ihren Besuchen fast so viel Geld aus wie Touristen aus den Industrieländern.

Deutlich abgenommen hat die Zahl der japanischen Touristen, die einst in Scharen die deutschen Innenstädte bevölkerten und deren Gruppenreise legendär waren. Doch die chinesischen Reisenden haben schon 2010 dem Nachbarn aus dem Osten den Rang abgelaufen.

Die klassischen Ziele sind immer noch Bayern und Baden-Württemberg, zunehmend aber auch Mecklenburg-Vorpommern, vor allem weil es hier oft günstiger ist.